über das projekt

Der Wolf ist tot.

nach den Brüdern Grimm

Regie: Stefan Otteni
Bühne und Kostüme: Gesine Völlm
Dramaturgie: Philipp Becker
Choreographie: Johanna Richter

mit: Tjark Bernau, Nora Buzalka, Johannes Flachmeyer, Philipp Grimm, Demet Gül, Michael Kranz, Justin Mühlenhardt, Cornelia Pollak, Alice Röttger, Mark Solf, Lukas Turtur, Lucy Wirth, Melanie Witteborg

Meine erste Arbeit als Dramaturg…
Großküche, Schichtbeginn. Die Köche und ihre Gehilfen machen sich an ihre Arbeit.
Dabei erzählen sie sich nicht nur wunderbare und fabelhafte Geschichten: Die ungeliebte „maître de cuisine“ scheint tatsächlich eine Hexe zu sein. Überflüssige Küchengehilfen werden im Wald ausgesetzt – dort, wo er am dicksten ist! – und die Zwerge brechen durch die Erde und rauben und stehlen. Brüderchen verwandelt sich in ein Rehlein, Rotkäppchen geht den Dornenweg, der Frosch will der Prinzessin Geselle sein und der Bär meint’s ehrlich…
Gemüse wird pochiert und Prinzen werden verwunschen; Fleisch wird verschlungen und Wünsche werden erfüllt; Crème brulée wird geflammt und böse Hexen werden verbrannt.
In dieser Küche wird geliebt, gekocht, gehasst und getanzt – bis in den Tod!

Aus der Beschäftigung mit den Märchen der Brüder Grimm ist ein brachial-verspielter Märchenabend entstanden – ohne jedes „Es war einmal“…

Eine sehr kreative, meiner Meinung nach manchmal zu wenig nachhaltige Probenarbeit, in der Stefan aus jedem einzelnen der Spieler mehr rausholte (bzw. rauskommen ließ), als ich dachte. Lange, zum Teil heftig geführte Diskussionen, um das Teil in die Form (und vor allem: in 2 Stunden!) zu bekommen – aber mit einem Engagement und einer Begeisterung, die mich sehr beeindruckt hat!
Sowohl auf dem Treffen deutschsprachiger Schauspielstudierender (heißt das so?) 2007 in Salzburg, als auch bei den Bayrischen Theatertagen 2007 in Fürth gewann diese Produktion Ensemblepreise.